Das Seminar "Theoretische Einführung in Kommunikation und Information" hat das Ziel, gemeinsam wichtige Kommunikations- und Informationstheorien sowie deren Konsequenzen für unser Tun zu erarbeiten.

Das Seminar beginnt zunächst in digitaler Form. Wie wir präsent arbeiten können, besprechen wir in einer der ersten Sitzungen.

Die erste Sitzung findet am 8. Oktober 9 bis 10 Uhr 30 statt.

Den Reader können Sie gern danach konsultieren.

Wir leben in einer Zeit, die vor globalen Herausforderungen in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit, gesellschaftlichem Zusammenhalt und sozialer Gerechtigkeit steht. Gleichzeitig werden die Elemente unserer Wirklichkeit (z.B. 3D-Druck, Virtual Reality, Gestaltung von Displays) in einem kaum zuvor bekannten Ausmaß von Designentscheidungen bestimmt.
Welche Verantwortung tragen Gestalter*innen dafür, die aktuellen Herausforderungen in ihrer Arbeit zu berücksichtigen? Wie könnte sie aussehen? Wo und wie hat Design das Potenzial, die Welt zu verbessern?
Welche Möglichkeiten gibt es, in der individuellen Designpraxis für eine bestimmte Lösung allgemeiner Herausforderungen und Probleme einzutreten? Wann ist es sinnvoll, neutral zu bleiben, wann ist es angemessen, eine klare Position einzunehmen?

Im Mittelpunkt unseres Kurses steht die Entwicklung eines oder mehrerer Designprojekte, die sich mit den Möglichkeiten der Veränderung von herrschenden Verhältnissen, Problemen und Konflikten auseinandersetzt. Freie Medienwahl.
Der praktische Teil der Arbeit wird unterstützt werden durch die Diskussion von designtheoretischen Überlegungen aus den Bereichen Transformationsdesign, Speculative Design und Social Design. Wir werden auch einen Blick auf bestehende Designprojekte und ihre medialen Strategien werfen, die sich den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen.


„Ich mache Bilder, um die Welt zu erkennen. (…) Es ist zwar schon alles gesagt und gemacht, aber jede Zeit ist auch anders. Und diese kleine Verschiebung von dem „Wie geht es doch noch?“, das macht die Arbeit im Grunde aus.“ Wolfgang Tillmans 

Dieses Projekt richtet sich an Studierende, die eine intensive Auseinandersetzung mit dem Medium der Fotografie suchen und den Wunsch haben, in einem diskursiven Umfeld Ihre eigenen Fragestellungen zu entwickeln und intensiv an ihren fotografischen Projekten zu arbeiten.

Im Zentrum steht die Auffassung, dass Bilder und Bildermachen das Potential haben, Welt zu erkennen und dass man bei der Fotografie von einer eigenen Form des Denkens ausgehen kann. Und dass es insbesondere in Zeiten populistischer Zuspitzung, immer auch um die eigene Haltung, um eine Ethik des Bildermachens gehen muss, sowie um die „Zumutung“, die Komplexität der Wirklichkeit nicht zu vereinfachen, sondern im Bild zu lassen.

Entweder Sie haben bereits eine Vorstellung von ihrem Vorhaben, oder wir entwickeln dieses in einem kreativen Prozess gemeinsam. Zügig wird mit der Bildherstellung begonnen, um zu ermöglichen, anhand der eigenen Bildproduktion zu wachsen, sowohl methodische als auch technische Vorgehensweisen zu verfeinern und individuelle Fähigkeiten auszubauen.

In einer Atmosphäre kooperativen Lernens erarbeiten wir uns parallel dazu eine Bandbreite an fotografischen Sichtweisen, die von dokumentarischen Narrativen bis hin zu experimentellen Bildproduktionen reicht. Ausgehend von Ihren subjektiven Interessenlagen erarbeiten wir uns workshopartig sowohl Positionen aus der Geschichte der Fotografie als auch zeitgenössische Theorien und Fotografien. Wir betrachten und analysieren eigene und fremde Bilder und versuchen, diese in einem größeren kulturellen, künstlerisch-gestalterischen und soziopolitischen Kontext zu verorten.

(Re-)Thinking Photography ist als fortlaufendes Format angelegt, einerseits, um damit auch langfristig angelegte Projekte prozesshaft begleiten zu können, und andererseits, um eine Kultur des gemeinsamen Sprechens und (Neu-) Denkens über Fotografie aufzubauen.